München (mr) – Diskussionen und Vorträge auf hohem Niveau waren eines der Kennzeichen der diesjährigen Systems. Das klassische Messekonzept ist dagegen ein wenig in den Hintergrund getreten. Mehrere Gesprächsrunden, etwa zum Thema serviceorientierte Architektur (SOA) hat die Computer Zeitung in Zusammenarbeit mit dem Fernsehsender Ntv auf der Systems veranstaltet. „SOA wird kommen – aber nicht in einer rein akademischen Form, sondern pragmatisch umgesetzt“, so die einhellige Meinung der Runde (von links: Christopher Daerr, IBM, Reiner Schlosser, Freudenberg IT, Michael Reiter, Computer Zeitung, Bernd Eckenfels, Seeburger AG, Tom Groth, Sun). Zwar wäre es auf lange Sicht meist deutlich kostengünstiger, wenn alle Legacy-Systeme konsequent aus den Unternehmen entfernt würden, stellt Suns Chefvisionär Groth klar. Aber in der Praxis passiert das nicht, kontert Seeburger-IT-Architekt Eckenfels: „Es werden eher kleinere und mittelgroße Lösungen implementiert, die SOA-fähig sind.“ Diesen Weg gehen inzwischen nicht nur die Konzerne, sondern auch der Mittelstand, ergänzt Freudenberg-IT-Berater Schlosser. Die entstehenden SOA-Inseln lassen sich laut IBM-Marketier Daerr einfach integrieren.