Der Hype um das Thema SOA hat sich ein wenig gelegt. Eine realistische Betrachtung zieht langsam in die DV-Abteilungen der Unternehmen, aber auch bei den IT-Anbieter ein. Für Tom Groth, Chefvisionär bei Sun, schälen sich inzwischen konkrete Anwendungsgebiete heraus, in der eine SOA ihre Stärke ausspielen kann: „Gerade bei Unternehmen, die Zukäufe oder Zusammenschlüsse planen, bringt die hohe Flexibilität der Architektur schon heute Vorteile.“ Allerdings, so der Sun-Mann, sind die SOA und einige entsprechende Produkte gerade erst beim „Versionsstand 1.0“ angekommen.
Dem stimmt Reiner Schlosser von der Freudenberg-IT zu: Der Weg zu der serviceorientierten Architektur sei vorgezeichnet, aber „es ist ein Feldweg, der erkundet werden muss und keine Autobahn.“ Daher möchte der Chefberater der Freudenberg-IT seriös keine Empfehlung geben, wann die DV-Abteilung eines Unternehmens genau in die SOA einsteigen sollte. Der entscheidende Faktor sei die Agilität einer Firma, konkretisiert Groth.