Sensibilität für Netz-Security im Industrieumfeld wächst, denn:
Versehen und Würmer legen Werke lahm
Mit der Öffnung zur Internet- und Office-Welt sowie dem Einzug von IT-Standards wie Windows und Ethernet sind Fabriken einer größeren Gefahr ausgesetzt.
„In den letzten sechs bis zwölf Monaten hat die Sensibilität hinsichtlich Gefahren für Fabriknetze stark zugenommen“, sagt Olaf Siemens, Vorstand des Firewall-Herstellers Innominate. Konkrete Vorfälle, wo Würmer à la Sasser etwa in Automobilwerken gewütet haben, hätten den Prozess beschleunigt. Andere Insider erzählen ebenfalls von „erheblichen Ausfällen“, auch wenn klassische Hacker-Attacken selten seien. Marcus Tangermann von der Uni Magdeburg bestätigt daher ein gewachsenes Bewusstsein, insbesondere die Autohersteller gingen das Problem „aktiv an“.
Zwar würden quasi alle Betriebe ihre Produktionsinfrastruktur gegenüber der Office-Welt durch eine Firewall von Cisco & Co. absichern, erläutert Siemens. Aber Gefahr gehe eben auch von den Notebooks und Wartungszugängen der Servicetechniker aus. Einmal im Netzwerk könne sich der Wurm ungehindert verbreiten. Zumal es vielen Fabriknetzen keine Segmentierung gebe.