Kontrollposten im Vorfeld von Randy Franklin Smith und Susanne Franke
Die Anbieter von traditionellen Firewalls haben die Mängel ihrer Produkte bezüglich der beiden Standards erkannt und beginnen diese zu beseitigen. Checkpoint Software Technologies beispielsweise kündigte bereits vor einem Jahr die Unterstützung von SOAP und damit auch XML in der „Firewall 1“ an. Schon fast ein Klassiker unter den traditionellen Firewalls, erkennt die Software nun SOAP-Nachrichten und XML-Inhalte und kann die Nachrichten aufgrund von Kriterien wie Quelle und Ziel blockieren. Firewall 1 ermöglicht den Zugriff auf jeden Webdienst einzeln und kann XML-Inhalte nach einem vom Anwender angegebenen Schema prüfen. Auf diese Weise macht das Produkt verdächtige SOAP-Nachrichten sowie Denial-of-Service-Angriffe (DoS) aus, bevor diese die Webservices des Unternehmens erreichen können. Eine andere Möglichkeit des Schutzes ist es, eine eigene XML-Firewall aufzubauen. Wahrscheinlich stellt dies nicht die bequemste Alternative dar, doch gibt es Werkzeuge, die diese Aufgabe erleichtern. Beispielsweise erlaubt der Internet Security und Acceleration Server 2000 (ISA) von Microsoft, so genannte Internet-Server-API-Filter (ISAPI) auf einem ISA-Server zu schreiben. Die Redmonder liefern ebenfalls einen Modell-ISAPI-Filter, um SOAP-Nachrichten zu überprüfen, solange diese sich auf dem ISA-Server befinden.