Offen für alles
Damit alle unternehmenskritischen Anwendungen in die Sicherungsstrategie integriert werden können, muss das Backup-Programm über entsprechende Erweiterungen etwa für Oracle, Sybase, SQL, Informix, Microsoft Exchange, Lotus Notes und SAP R/3 verfügen. Eine Herausforderung ist die Sicherung von Applikationen, auf die rund um die Uhr zugegriffen werden muss und die deshalb nicht für das Backup heruntergefahren werden. Die Backup-Software sollte für diesen Fall Snapshot-Technologien liefern, etwa Open-File-Backup-Optionen für die Erzeugung von Volume-Snapshots oder das ebenfalls auf einer Art Snapshot-Technologie basierende Block-Level-Incremental-Backup. Auch durch Integration mit Betriebssystemkomponenten wie Microsofts Volume Shadow Copies in Windows Server 2003 ist die Sicherung offener Dateien realisierbar. Anwendungen, die eine hohe Zahl kleiner Dateien generieren – etwa Webserver – verlangen nach speziellen Sicherungstechniken. Hier ist eine schnelle Sicherung mit minimaler Beeinträchtigung der Systemressourcen nötig. Dafür gibt es verschiedene Lösungsansätze. Veritas beispielsweise regelt das Problem über seine Intelligent-Image-Option, die für das Programm Backup Exec zur Verfügung steht. Hier werden die Metadaten eines lokalen Dateisystems auf dem Datenträger abgebildet und anschließend als zusammenhängende Datei auf das Speichermedium kopiert. Dies erlaubt die Wiederherstellung eines ganzen Datenträgers oder einzelner Dateien auf der Grundlage eines vollständigen, inkrementellen oder differenziellen Backups.