Die zweite Grundsatzentscheidung betrifft die Übertragungsrate. Zur Wahl stehen hier grundsätzlich (standardisiert) 11 und 54 MBit/s, wobei einige Hersteller proprietäre Verfahren entwickelt haben, die auch jeweils die doppelte oder sogar mehrfache Übertragungsrate bieten. In einigen Fällen versprechen die Hersteller solcher “aufgebohrten” APs Kompatibilität mit den jeweiligen Basisstandards. Beispiele dafür sind etwa D-Link bei 22 MBit/s und Proxim bei 108 MBit/s. Zu bedenken ist bei der Planung, dass die Nettoübertragungsrate in Funk-LANs bei nur etwa 45 bis 60 Prozent der Nennübertragungsrate liegt und dass die Geschwindigkeit mit zunehmender Entfernung, beziehungsweise bei Hindernissen und Störungen automatisch in mehreren Stufen auf einen Level herunterfährt, der noch eine stabile Verbindung gewährleistet. Diese automatische Fallback-Funktion (mit unterschiedlichen Fallback-Stufen) ist in jedem AP integriert. Kleine Büros, in denen einige Anwender einen 784-kBit/s- oder 1,5-MBit/s-DSL-Anschluss gemeinsam nutzen wollen, sind in der Regel mit einem 11 MBit/s-WLAN (802.11b) bestens bedient. Sind komplexe WLAN-Infrastrukturen mit bandbreitenintensiven und/oder zeitkritischen Applikation geplant, lohnt sich ein Nachdenken über 54 MBit/s.