Herzstück eines Wireless LANs ist der Access Point, über den sich die Endgeräte drahtlos über Funk mit dem Firmennetz verbinden. Seine Ausstattung entscheidet nicht nur über Reichweiten und Übertragungsraten, ihm fallen auch elementare Aufgaben hinsichtlich Management und Sicherheit zu. Zumindest war das bisher so. In größeren Netzen mit einer hohen Zahl von APs wandern letztgenannte Funktionen neuerdings mehr und mehr in zentralere Netzwerkinstanzen wie beispielsweise einen Server oder Switch – beziehungsweise eben WLAN-Switch. Die Rolle des AP ist also sehr von seiner Einsatzumgebung abhängig.
Netze für Datenfunk zwischen Computern gibt es zwar schon seit den 70er-Jahren, aber erst 1999 legte die IEEE-Organisation mit der Verabschiedung praxisgerechter Technikstandards (802.11a/b) die Basis, um daraus einen lukrativen Wirtschaftszweig zu entwickeln. Und seither boomt es. 25 Millionen WLAN-Nutzer soll es laut IDC bis Ende 2004 weltweit geben. Frost und Sullivan schätzt, dass der Jahresumsatz mit WLAN-Technikkomponenten in Europa bis 2006 knapp eine Milliarde Dollar ausmachen wird. Für Deutschland erwartet das Kasseler Marktforschungsunternehmen Techconsult 2003 einen Anstieg des WLAN-Marktvolumens von über 74 Prozent auf 199 Millionen Euro. 2004 soll der Markt nochmals deutlich um über 24 Prozent auf 247 Millionen Euro wachsen. Immer stärkere Bedeutung gewinnen offenbar auch WLANs als öffentliche Internetzugangspunkte (Hotspots). So werde laut einer kürzlich veröffentlichten Studie von Gartner die Zahl der Wi-Fi-Hotspots (fast ausschließlich im 802.11b-Standard) in Europa von 829 im Jahr 2002 auf 15.308 in diesem Jahr ansteigen. Für 2005 rechnen die Analysten bereits mit über 39.000 Hotspots. Spitzenreiter bei dieser Entwicklung ist Skandinavien, gefolgt von Deutschland und Großbritannien, wobei die Analysten erwarten, dass Deutschland bis zum Jahr 2006 die Spitzenstellung in Europa übernehmen wird.