Ministerin Bulmahn: Defizit bei der Schnittstelle Forschung – Wirtschaft
Eliten und Geld helfen aus Innovationskrise
Berlin (rr) – Mit 62 Milliarden Euro reizt die EU den Willen zur Investition in Forschung, Entwicklung und Hightech. Forschungsministerin Edelgard Bulmahn verspricht sich ein Ende der Innovationslethargie durch eine enger verzahnte Wissenschaft und Wirtschaft.
2010 will EU-Forschungskommissar Philippe Busquin mit seinem Schnellmaßnahmenprogramm 56 Projekte verwirklicht haben. Allein 14 Milliarden Euro fließen in Breitband- und Mobilfunkkommunikation, die Nanoelektronik sowie allgemein in Forschung und Entwicklung. Zudem bereitet die EU eine Risikokapitaloffensive vor.
Um Deutschland beim Kri-terium Innovationsfähigkeit wieder in eine Spitzenposition zu hieven, braucht es nach Expertenmeinung neben Geld intensive Verbundforschung, Interdisziplinarität an Hochschulen, Förderung von Eliten, Risikokapital – und, so Ministerin Bulmahn, ein Umdenken der Protagonisten: „In der Industrie fehlt der Blick für die Notwendigkeit der Forschung – und in der Forschung die Abschätzung der Potenziale von Forschungsergebnissen.“