Leinfelden (sts) – Die optische Datenübertragung verzeichnet Durchbrüche: IBM-Forscher koppeln Glasfasern und Schaltkreise mit sehr geringen Signalverlusten, Siemens-Entwickler fischen mit einem schnellen Schalter Bit-Sequenzen aus dem Laserdatenstrom heraus.
Mit Zeitmultiplextechnik stopfen Siemens-Wissenschaftler 160 Gigabit pro Sekunde in eine Laserlicht-Frequenz – derzeitige Technik braucht dazu deren 16. Doch das ist nur ein Teil der Gemeinschaftsentwicklung mit der TU Eindhoven und BT Exact: Ein spezieller Optikschalter leitet die zeitlich verschachtelten Bit-Ströme einzelner Kanäle auf andere Glasfasern um. Bislang gelang rein optisches Switching nur mit kompletten Wellenlängen.
Bei der Aufgabe, optische Datenströme möglichst effizient von der Fiber in einen Optik-chip einzuspeisen, sind IBM-Forscher weitergekommen: Mit üblichen Fertigungsverfahren auf Basis von CMOS-SoI (Silicon-on-Insulator) reduzierten sie die Signalverluste an der Grenzfläche von 30 auf 24 Dezibel pro Zentimeter. Der Trick dabei sind regelmäßige, mit Standard-Lithografietechnik erzeugte Löcher in der SoI-Schicht.