In den nächsten Monaten, so Marktbeobachter, werden viele Unternehmen hierzulande Business-Intelligence-Tools (BI) neu einsetzen. „Erstklassige Software ist wie ein Heizkörper. Und der Kunde muss frieren, damit er Software kauft“, sagt Christoph Sporleder. Demnach, um im Bild des stellvertretenden SAS-Deutschland-Geschäftsführers zu bleiben, haben viele Neukunden des BI-Anbieters in der jüngsten Zeit gefroren: In den ersten neun Monaten dieses Jahres hat die Heidelberger Tochter des US-Softwareanbieters ihre Umsätze um 14 Prozent gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum gesteigert.
Damit befindet sich SAS in guter Gesellschaft: Trotz IT-Krise ist die Spezialsoftware zur Auswertung von Firmendaten gefragt. Auch Cognos und Business Objects glänzen – trotz kostspieliger Akquisitionen – mit guten Zahlen. Die Marktforscher von IDC prognostiziert dem BI-Markt ein jährliches weltweites Wachstum von 4,1 Prozent in den nächsten vier Jahren.
„Diese Controlling-Tools finden genau heraus, wo was im Unternehmen im Argen liegt. Und sorgen für deutlich mehr finanzielle Transparenz“, so Carsten Bange, Chef des Würzburger Business-Applica-tion-Research-Centers (BARC). Bange bewertet BI-Produkte und berät Unternehmen bei deren Einführung. Ein lohnendes Geschäft in den vergangenen Monaten, denn die Inves-titionen steigen stetig.