Echtzeitfähigkeiten spielen entscheidende Rolle bei Manufacturing-Execution-Systemen
Fertiger misstrauen Avancen der Standardsoftwerker
Die Hersteller von Systemen für die Fertigungssteuerung (MES) suchen ihre Kunden zunehmend im Mittelstand. Meta-Group-Experte Enrico Camerinelli zeigt sich jedoch skeptisch: Nicht immer ist sichergestellt, dass die Lösungen auch zu den Anforderungen passen.
Laut Peter Dibbern, Pressesprecher des Berliner Softwarehauses PSI, treten Manufacturing-Execution-Systeme beim Mittelstand immer stärker in den Vordergrund. Einen wichtigen Grund dafür sieht er in der angespannten wirtschaftlichen Situation: Viele Betriebe hätten das Problem, mit knappen Ressourcen auszukommen; gleichzeitig müssten sie jedoch ihre Produktivität steigern und ihre Kapazitäten optimieren. „MES ist zurzeit das Thema am Markt“, resümiert Dibbern.
„Der Leidensdruck im Mittelstand wächst“, beobachtet auch Rainer Deisenroth, Vertriebsleiter des MES-Spezialis-ten MPDV Mikrolab. Nach der Einführung betriebswirtschaftlicher Standardsoftware (ERP) sei in vielen Betrieben eine gewisse Enttäuschung eingetreten; vor allem im Fertigungsbereich bestehe zum Teil erheblicher Nachholbedarf. Diese Lücke im Mittelstand wollen neben PSI und MPDV unter anderem Hersteller wie Infor und Adicom, eine Tochter von Freudenberg IT, schließen; Adicom wartet sogar mit einer MES-Lösung für das SAP-Mittelstands-paket Business One auf.