Banken werden bei der Kreditvergabe künftig verstärkt auf eine ordentliche Sicherung von Unternehmensdaten achten, mahnen zumindest IT-Security-Spe-zialisten.
Handlungsbedarf im Hinblick auf die in etwa drei Jahren in Kraft tretende Finanzrichtlinie Basel II sieht Ernst Eder, Geschäftführer von Kuert Datenrettung. Viele Betriebe würden selbst die einfachsten Maßnahmen wie Tagessicherungen oder Zugriffsschutz nicht umsetzen – sei es aus Zeit- oder Kostengründen. Allerdings neigen Banken nach Eders Ansicht verstärkt dazu, von einem nachlässigen Umgang mit der Datensicherheit auch auf eine gedankenlose Verwendung des Darlehens zu schließen. „Wenn Daten ein wertvoller Bestandteil des Unternehmens sind, wird das natürlich höher gewichtet als bei einem Frisör”, betont Eder.
Grundschutz kostet keine Unsummen
„Dabei muss die Durchführung einer Sicherheitsprüfung gar nicht teuer sein“, fährt er fort. Denn mit dem Grundschutzhandbuch des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) habe man eine „super Grundlage für den Selbstcheck“, die man dann bei Bedarf durch die Hinzuziehung von externem Berater-Know-how ergänzen könne. „Eventuell erreicht ein Handwerksbetrieb mit 3000 Euro dann schon eine ordentliche Absicherung”, schätzt Eder. Ein Mittelständler komme unter Umständen mit 15 000 bis 20 000 Euro hin.