Bank wälzt das gesetzliche Risiko auf den IT-Lieferanten ab
Festplatte ersetzt lahme Optik
Das Archiv der ING BHF-Bank hat mehrere Umbrüche hinter sich. Inzwischen sorgt ein plattenbasiertes System für einen sekundenschnellen Zugriff.
Bis 1995 lagerten alle Unterlagen in Ordnern, auf Mikrofilm oder in elektronischen Archiven an diversen Standorten. Die Zugriffszeiten für Vorgänge, die nur wenige Monate zurück lagen, konnten mehr als 48 Stunden betragen, was ein großes Problem war: Der Schwerpunkt der Geschäftsbank liegt auf beratungsintensiven Leistungen.
Entsprechend entschied man sich, sämtliche Prozesse elektronisch abzubilden und die Daten digital an einem zentralen Ort vorzuhalten. Da viele Informationen gesetzlichen Aufbewahrungsfristen unterliegen, mussten die Auflagen für eine revisionssichere Speicherung erfüllt werden. 1995 führte die Bank das typorientierte Präsentations- und Archivierungssystem Topas der Hannoveraner SET-Software ein. Damals war der Nutzerkreis auf den Hauptsitz in Frankfurt begrenzt. Die Funktionalität beschränkte sich auf die Archivierung und Ausgabe von einzelnen Dokumenten, wurde aber sukzessive weiter entwickelt.