Auch elektronisch lernt es sich besser im direkten Kontakt mit Lehrern und Mitschülern. Doch Bildungsanbieter scheuen hohe Kosten für virtuelle Klassenzimmer. Mit günstigen Chat-Tools will ein Fraunhofer-Projekt Abhilfe schaffen.
Mehr als zwei Drittel der Bildungsanbieter sind überzeugt, dass das gemeinsame und zeitgleiche (synchrone) Lernen eine besonders geeignete Form für die Onlinelehre ist. So lautet das kaum überraschende Ergebnis einer bundesweiten Umfrage des Darmstädter Fraunhofer-Instituts für Integ-rierte Publikations- und Informationssysteme IPSI. Das Ungewöhnliche: Trotz dieser Einschätzung nutzt nur ein Drittel das so genannte virtuelle Klassenzimmer. Für Fraunhofer-Forscher Stefan Münzer durchaus nachvollziehbar: „Die dafür zumeist verwendeten audiovisuellen Tools sind relativ teuer, brauchen viel Bandbreite und sind nicht einfach zu adminis-trieren.“
Abhilfe könnten Chat-Tools schaffen, wie sie von Münzer und dessen Kollegen im Rahmen des Projekts Alba (www.1a-alba.de) entwickelt werden. Bei Alba arbeiten Psychologen und Informatiker gemeinsam an Lösungen für kooperatives E-Learning und Qualitätssicherung in der inner- und außerbetrieblichen Weiterbildung. Projektpartnern sind die SAP und der Bildungsanbieter CJD Maximiliansau.