Der zweite Controller, der bei diesem Test zum Einsatz kam, verwendet die neuere SATA-Technik. Deshalb folgt hier nun ein kurzer Einschub zum Stand dieser Technologie. Obwohl immer mehr Hersteller Geräte für diese Spezifikation anbieten, ist der SATA-Markt noch nicht richtig in Fahrt gekommen. Noch immer dominieren die klassischen IDE-Festplatten den Desktop-Sektor und haben zudem nennenswerte Zuwächse im unteren Serversegment erzielt. Für den typischen, dauerhaften Serverbetrieb sind nach wie vor SCSI-Festplatten das Mittel der Wahl.
Die derzeit erhältlichen SATA-Komponenten sind für eine maximale Übertragungsrate von 150 MByte/s ausgelegt. Im Gegensatz zu IDE kommt bei SATA eine serielle Verbindung zum Einsatz, die durch ein optimiertes Protokoll mit geringem Overhead noch für künftige Verbesserungen gewappnet ist. Vor gut einem Jahr demonstrierten die Firmen Seagate, Intel und Silicon Image auf dem Intel Developer Forum in San José, Kalifornien, einen Entwurf für eine neue Spezifikation für Serial ATA – SATA II genannt. Während die ursprüngliche SATA-Spezifikation mit dem Ziel, die IDE-Platten aus dem Desktop-Segment abzulösen, auf den Weg gebracht wurde, soll Serial ATA II mit diversen Optimierungen, beispielsweise einer nativen Kommandokette, für Einstiegsserver, Netzwerkspeichergeräte und Workstations ausgelegt sein. Diese so genannten nativen Kommandoketten sind wahrscheinlich die interessanteste Funktionalität der neueren Spezifikation. Mit ihnen kann eine Festplatte mehrere Datenanfragen vom Prozessor annehmen und die Abfolge der Anfragen so sortieren, dass der Datendurchsatz optimiert wird. Serial-ATA-II-Festplatten können diese Kommandos selbst ordnen und ausführen, ohne dass dabei der Hauptprozessor des Mainboards oder der Chipsatz eingreifen muss. Produkte auf Basis des überarbeiteten Standards werden für Mitte 2004 erwartet und dürften eine neue Generation von RAID-Adaptern auf SATA-Basis zur Folge haben.