Viele Großunternehmen, aber auch Konzerntöchter sowie Mittelständler bereiten sich gerade auf das Utility-Computing vor oder haben bereits Lösungen installiert. Vorreiter spielen Storage-Infrastrukturen, die etwa bei BMW bereits auf ein kapazitätsabhängiges Modell umgestellt wurden – so Meta-Group-Analyst Rakesh Kumar.
Erste Erfahrungen haben aber gezeigt, dass die von den Herstellern versprochenen Ein-sparungen durch Abrechnung der IT nach tatsächlichem Verbrauch nicht eingetreten sind – im Gegenteil: So bezahlen laut Kumar viele IBM-User, die mit dem Workload-Manager ihre effektive Systemleis-tung auf den Mainframes abrechnen, unterm Strich mehr.
Auch Suns Produktmanager Ingo Frobenius kann den Kostennachteil nicht abstreiten: „Utility-Computing ist ein Premiumprodukt, für das Premiumpreise verlangt werden.“ Allerdings verschiebe sich die Kostenstruktur von festen zu variablen Aufwendungen. Diese Aussage unterstützt Kumar: „Das Kos-tenmanagement ist das überragende Argument“, fasst er die Meta-Group-Veranstaltung Utility-Computing zusammen. Deutsche Anwender würden den Ansatz entsprechend als Versicherung gegen Kapazitätsschwankungen nutzen: „Werden zuwenig Ressourcen bereitgehalten, bekommen die CIOs Probleme mit den Fachabteilungen. Sind Überkapazitäten vorhanden, gibt es Stress mit dem Controller.“ Dies gelte sogar dann, wenn die Überkapazitäten billiger wären als der Umstieg auf das Utility-Computing.