Die Auswahl an Produkten und Anbietern im Bereich der passiven Infrastruktur ist im deutschsprachigen Raum immer noch sehr vielfältig. Folgender Beitrag zeigt anhand einiger Beispiele die wesentlichen Kriterien, die eine Unterscheidung und qualitative Sichtung eines Produkts zulassen. Grundlage der Betrachtung bilden die einzelnen Verkabelungskomponenten und deren Zusammenschaltung (Link oder Channel).
Ausgelöst durch die derzeitig schwache Wirtschaftslage hat auch bei den Anbietern von Verkabelungssystemen im deutschsprachigen Raum eine gewisse Marktbereinigung stattgefunden. Im internationalen Vergleich tummelt sich hier aber immer noch eine überdurchschnittlich hohe Zahl an Produkten und Herstellern – in einer vergleichsweise kleinen Region. Neben etablierten Unternehmen wie Corning, Dätwyler, Draka, Huber & Suhner, Kerpen, Krone, Leoni, Nexans, Reichle & De-Massari, Telegärtner, Tyco Electronics AMP und einigen weiteren, drängen zusätzlich neue, meist internationale Unternehmen, auf diesen immer noch lukrativen und zukunftsträchtigen Markt. Diese Situation führt zwangsläufig zu einem drastischen Preiskampf in fast allen Projekten. Dadurch geraten die bisher etablierten, meist im Mittelstand angesiedelten Anbieter heftig unter Druck. Doch sind die Produkte wirklich vergleichbar? Dvt Consulting hat in den letzten Monaten im Rahmen zahlreicher Projekte und Ausschreibungen festgestellt, dass einige Anbieter den Preiskampf mit einer gehörigen Portion Augenwäscherei betreiben. Bei genauerer Betrachtung offenbaren sich bei einigen Billiganbietern eklatante Mängel, die den Anwender später teuer zu stehen kommen können.