Investitionssicherheit
Damit sich eine SNM-Lösung nicht zum Fass ohne Boden entwickelt, sollten Verantwortliche überprüfen, ob sie auf ein sicheres Produkt bauen: Hat der Anbieter einen guten Ruf und steht er auf einer soliden finanziellen Basis? Investiert er in die Weiterentwicklung seiner Produkte? Kann er Referenzen in den verschiedenen SNM-Disziplinen vorweisen? Ein weiteres Kriterium in diesem Zusammenhang ist die Modularität der Lösung. Ein modularer Aufbau ist wichtig, damit der Anwender nur die Komponenten zu lizenzieren und implementieren braucht, die er aktuell benötigt. Gleichzeitig muss der Hersteller in der Lage sein, zu einem späteren Zeitpunkt ohne Integrationsaufwand weitere Module schnell und einfach einzurichten. Ein oft genannter Kritikpunkt ist, dass Hersteller die Integration der Komponenten zu niedrig kalkulieren. In diesem Fall droht das Thema SNM zum kostenintensiven Dauerprojekt ohne RoI (Return on Investment) zu werden. Eine modular aufgebaute Lösung sollte sich immer um weitere Kerndisziplinen desselben Herstellers, aber auch um SNM-Lösungen von Drittanbietern sowie um besondere Disziplinen wie beispielsweise das SAP Job-Scheduling-Management (zum Beispiel von Redwood) ergänzen lassen. Ein wichtiges Thema sind auch die Überwachungs-Tools etwa für Server, Datenbank, Betriebssystem oder Router. Entscheidende Fragen sind hier: Sind die verschiedenen SNM-Lösungen kompatibel? Lassen sie sich in einer zentralen Überwachungskonsole mit der Möglichkeit der korrelierten Auswertung zusammenführen? Zu klären wäre im Zusammenhang mit Investitionssicherheit auch, ob der Hersteller einer anvisierten Managementlösung unabhängig ist – sowohl bei der Überwachung von Software als auch Hardware. Nur wenn er nicht an bestimmte andere Hersteller gebunden ist, bestehen gute Voraussetzungen, dass er all seine Disziplinen gleich gut beherrscht.