Der Laufsteg des Geldes: Preise und Lizenzen
Die Implementierungsdauer einer SNM-Lösung muss nachvollziehbar und zeitlich klar gegliedert sein. Bei einem mittelständischen Unternehmen gelten heute insgesamt etwa zwei bis drei Monate als gängiger Wert. Immer mehr Anbieter stellen ihr Implementierungs-Know-how im Rahmen eines ein- bis dreitägigen Workshops unter Beweis: Der Interessent skizziert hier sein größtes Infrastrukturproblem, und der SNM-Anbieter zeigt in diesem Workshop, wie und vor allem wie schnell er es lösen kann. Solche Workshops sind eine sehr gute Möglichkeit, seinen zukünftigen Lieferanten zu testen. Eine beliebte Variante ist es, verschiedene Anbieter im Wettstreit gegeneinander antreten lassen. Dabei zeigt sich meist sehr rasch, ob die SNM-Software eines Anbieters über die geeigneten Mittel verfügt, um die automatische Analyse von Fehlerursachen zu beschleunigen. Innerhalb von drei bis maximal sechs Monaten sollte sich heute eine System- und Netzwerkmanagementlösung amortisiert haben. Laufende Kosten für die SNM-Lösung sind je nach Modell des Anbieters sehr unterschiedlich. Geklärt werden sollte, ob der Anbieter seine Lösung verkauft, vermietet oder ein Leasing anbietet. Ist das Preismodell des Anbieters transparent und nachvollziehbar? Ein gesundes wirtschaftliches Verhältnis von Lizenz- zu Implementierungskosten liegt heute bei etwa 1 zu 0,5. Das heißt, für einen Euro Lizenzen ist mit einem Aufwand für die Implementierung von maximal 50 Cent zu rechnen. Diese Rechnung ist beispielhaft für den gehobenen Mittelstand und zeigt die rasante Entwicklung bei diesem Thema: Noch vor wenigen Jahren mussten Anwender mit einem Kostenverhältnis 1:3 bis 1:5 rechnen.