Die Auswahl einer System- und Netzwerkmanagementlösung ist sehr komplex. Das Verwirrspiel beginnt schon bei den vielen Managementdisziplinen, die heute in Unternehmen gefragt sind: Von A wie Asset- oder Applikationsmanagement über I wieInventarmanagement, N wie Netzwerkmanagement und S wie Service-Level-Management bis Z wie zentrale Überwachungseinheit gibt es für alle Aufgaben ein vielfältiges Lösungsangebot. Bei der Wahl einer Lösung sollten – zumindest im ersten Schritt – nicht Feature-Listen im Mittelpunkt stehen, vielmehr kommt dem Anbieter an sich, seinen Konzepten, Strategien und Dienstleistungen eine Schlüsselrolle zu.
Der Markt für System- und Netzwerkmanagementlösungen (SNM) umfasst heute zahlreiche Schattierungen – vom Alleskönner bis zum Spezialisten. Neben den großen Framework-Anbietern wie BMC Software, Computer Associates, Hewlett-Packard und IBM gibt es inzwischen zahlreiche mittlere und auch kleine Anbieter für SNM-Lösungen. Alle drei Gruppen gehen verschiedene Wege. Eine Framework-Lösung vereint in sich eine Vielzahl der Einzeldisziplinen, wobei sie auch Drittanbietern eine Plattform für ihre Lösungen bietet. Solch ein Rahmenwerk setzen vor allem Großunternehmen und Konzerne ein. Die Anbieter von SNM-Lösungen für den Mittelstand decken die Kerndisziplinen des SNM mit eigenen, integrierten Komponenten ab. Dieser Ansatz umfasst in der Regel rund 80 Prozent aller SNM-Aufgaben, darunter beispielsweise das Netzwerkmanagement und die ERP-Applikationsüberwachung (ERP: Enterprise Resource Planning). Zur Abdeckung der übrigen Aufgaben unterhalten die entsprechenden Anbieter meist Partnerschaften mit anderen Unternehmen. Wichtige Player sind in diesem Segment etwa Concord und Realtech. Die dritte Gruppe, so genannte Point-Solution-Anbieter, sind Spezialisten für einzelne SNM-Disziplinen wie das User-Helpdesk-Management von Remedy.