E-Mailserver halten in Unternehmen eine äußerst prominente Position – immerhin bilden sie das inzwischen wichtigste Portal sowohl für die interne als auch externe Kommunikation. In dieser klassischen Unix-/Linux-Domäne haben Windows-Server inzwischen mächtig aufgeholt. Damit sind Unternehmen mit einer rein auf Windows basierenden IT nicht mehr gezwungen, nur wegen des Mailservers ein weiteres Betriebssystem einzuführen. Doch worauf kommt es bei einem Mailserver an? Hier die Antworten.
Während noch vor acht Jahren über 95 Prozent aller E-Mailserver unter Unix betrieben wurden, liegt der Anteil von Windows-Systemen heute etwa bei einem Drittel. Eine von Liquidzero im April 2003 veröffentliche Übersicht zeigt, dass der im Internet Information Server (IIS) von Microsoft integrierte SMTP-Dienst (Simple Mail Transfer Protocol) sowie der “Imail-Server” von Ipswitch sehr erfolgreich in die Phalanx der Unix-basierenden Server eingedrungen sind und in der Liste der am weitesten verbreiteten E-Mailserver bereits die Plätze zwei und vier belegen (siehe Tabelle). Der Tabellenführer “Sendmail” verdankt seine Popularität vor allem der Tatsache, dass er seit Version 4.1c von BSD mit diesem Betriebssystem und in jüngeren Jahren auch mit vielen Linux-Distributionen ausgeliefert wird. Allerdings hat Sendmail, das es nun auch in einer kommerziellen Variante gibt, in den letzten Jahren sehr viel von dieser Popularität eingebüßt – 1994 lag sein Anteil nach einer Studie von J. D. Bernstein von der University of Illinois noch deutlich über 90 Prozent, während kein anderer E-Mailserver über zwei Prozent kam. Nutznießer der heutigen Situation ist neben Microsoft und Ipswitch vor allem das von Bernstein entwickelte und frei verfügbare “Qmail” für Unix.