Um dieses „Redirecting“-Problem der (physischen) Server-IP-Adresse zu umgehen, wird der Request nach Abfrage des „Session Directories“ an die IP-Adresse des Load-Balancers geleitet, der dann als virtueller Server fungiert. Erst dort entscheidet sich, ob der anfängliche Terminal-Server samt Anwendung für den Transfer der Anfrage momentan auch wirklich zur Verfügung steht oder ob nach vorher definierten Load-Balancing-Algorithmen umgeleitet wird. Dieser Weg über die IP-Adresse des virtuellen Servers wird beispielsweise bei der Traffic Management Appliance BIG-IP des Anbieters „F5 Networks“ als „WTS Persistence“ bezeichnet. Der Einsatz einer solchen Technik kann sich noch aus einem weiteren Grund empfehlen: Die von Microsoft mit der aktuellen Generation der Windows-Server zur Verfügung gestellte „Session Directory“-Funktion (sie steht ab der Enterprise Edition des Windows Server 2003 zur Verfügung) ist nur mit einem Server-Pool kompatibel, der auf dieser Plattform basiert. Andere Windows-Betriebssysteme spricht das Microsoft Session Directory nicht an, sodass eine WTS-Lastverteilung per Redirecting hier nicht möglich wäre. Hier können Lösungen von Drittanbietern einpringen, wenn sie etwa wie BIG-IP das WTS-Redirecting ohne „Session Directory“ im so genannten Non-Default-Modus ermöglichen. Die Eingabe einer globalen Variablen unterbindet dabei die Ausführung des „Session Directory“ in jedem Server-Pool, der mit dem Attribut „msrdp“ definiert ist. Die Verbindung wird stattdessen nur auf Basis des User-Namens aufrechterhalten, den der Client zur Verfügung stellt. Obwohl diese Option den Funktionsumfang gegenüber der aktiven „Session Directory“-Nutzung einschränkt, bietet sie den großen Vorteil eines Einsatzes über Plattformgrenzen