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Ausgabe: 13/2004
Seite: 94
Zeitschrift: LANline »


Integrierte Sprach- und Datenübertragung

Voice over DSL auf ATM-Basis

Flächendeckend vorhandene DSL-Angebote überbrücken die “letzte Meile” zum Endanwender mit Highspeed, die Abrechung erfolgt mittels Flatrates oder Volumenpreisen. Hingegen herrschen bei Sprachdiensten traditionelle Teilnehmeranschlussleitungen mit herkömmlichen Diensten und Preisgefügen vor. Die alternative Sprachübertragung auf der Basis von Voice over IP hat die Verhältnisse aufgrund technischer Unzulänglichkeiten noch nicht maßgeblich verändern können. Mit Voice over DSL existiert jedoch eine Technik, die Dienstqualität und Kostenvorteile bei der Sprach-/Datenübertragung kombiniert.




Voice over IP (VoIP) erfüllt bisher eine Reihe von Dienstvoraussetzungen für den Geschäftseinsatz nur schlecht. Dies gilt besonders für den einfachen und schnellen Aufbau der Sprachverbindung (zwischen den Teilnehmern von Ende zu Ende), die Dienstqualität (vor allem bezüglich Echo und Latenzzeit) sowie Fragen der Interoperabilität zwischen den IP-basierenden Netzen und dem traditionellen Telefonnetz.

VoIP heute
Die Dienstqualität wird im Sprachbereich nach den drei wesentlichen Kriterien Latenzzeit, Unterbrechungsfreiheit und Audioqualität definiert. Gerade in Bezug auf die Latenzzeit und mögliche Echoeffekte sind viele der IP-basierenden-Lösungen nicht in der Lage, in Konkurrenz zu ISDN oder analogen Telefonverbindungen zu treten. Viele IP-Netze sind noch nicht dafür ausgelegt, eine Priorisierung der unterschiedlichen Datenpakete und somit auch eine Echtzeitübertragung zu ermöglichen. Dies ist ein entscheidender Nachteil der VoIP-Technik. Das Problem der fehlenden Echtzeitfähigkeit setzt sich im Kernnetz fort: IP-Kernnetze lassen sich nur mit zusätzlichem Aufwand durch Techniken wie Multi-Protocol Label Switching (MPLS) echtzeitfähig gestalten.

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