Eine wichtige Aufgabe der Systemmanager ist es, dafür zu sorgen, dass auf jeder Komponente der IT-Infrastruktur zu jeder Zeit die „richtige“ Software läuft. Ist die Verteilung von Software („Software Delivery“) auf der Seite der Server noch relativ einfach, ufert sie auf Seite der Clients oft zu einer mühsamen, zeitraubenden und fehlerträchtigen Angelegenheit aus. Ohne Automation ist die Softwareverteilung hier nicht mehr zu bewältigen.
Software Delivery ist ein Teilprozess des Change-Managements und als solches eine Disziplin im Netzwerk- und Systemmanagement. In heterogenen IT-Infrastrukturen ist dieser Prozess äußerst diffizil. Erschwerend kommt hinzu, dass es je nach Software zum Teil sehr unterschiedliche Anforderungen hinsichtlich ihrer Verteilung gibt. Lange Zeit war deswegen bei den Administratoren ein hohes „handwerkliches“ Geschick bei dieser Aufgabe gefordert. Änderungen sowohl an der Hardwarebasis als auch an den Softwaresystemen waren in den Zeiten der zentralen Datenverarbeitung noch selten – die Automation daher nicht lohnend. Diese geruhsamen Zeiten für die Systemadministratoren sind jedoch lange passé. Laufend stellen die wichtigen Lieferanten der System- und Anwendungssoftware neue Versionen und Releases bereit, deren Funktionalitäten es zu nutzen gilt. Die Zahl der Patches, die gravierende Sicherheitslücken schließen oder störende Fehler beheben, ist enorm. Und all diese Releases, Patches und Updates müssen in der Regel schnell installiert werden, um Schaden vom Unternehmen abzuwehren oder die Kompatibilität mit Kunden und Lieferanten zu wahren. Umgekehrt verbessern auch immer wieder innovative Systeme die IT-Infrastruktur, für die dann wieder entsprechende Software bereitzustellen ist.