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Ausgabe: S6/2004
Seite: 54
Zeitschrift: LANline »


Nutzen und Grenzen von Installations-Switches

Kropf im Netzwerk

Installations-Switches (Einbausysteme) beziehen ihre Daseinsberechtigung aus der Aufgabe, Endgeräte kostengünstig an ein Glasfasernetz anzubinden. Die Alternative wäre der Einsatz von Glasfaser-Interface-Karten direkt in den Rechnern. Allerdings drängt sich angesichts der rasanten Entwicklung bei Kupferkabeln die Frage auf, inwieweit die Heranführung der Glasfaser bis an die Endgeräte überhaupt noch ökonomisch sinnvoll ist. Wer sich dennoch für ein solches Szenario entscheidet, sollte sich die Installations-Switches allerdings sehr genau ansehen.




Bevor es an die Auswahl bestimmter Installations-Switches geht, sind zunächst ein paar grundsätzliche Überlegungen zum Thema Verkabelung angebracht. Häufig kommt dabei nämlich heraus, dass eine vollständige Neuverkabelung auf Kupferbasis weitaus günstiger ist, als Glasfaser im Tertiärbereich bis an die Rechner heranzuführen – gleichgültig, ob mit speziellen Interface-Karten oder eben Installations-Switches. Die Entwicklung bei den Kupferkabeln hat in letzter Zeit wieder so stark an Fahrt zugenommen, dass technologische Herausforderungen, die noch vor wenigen Jahren unüberwindlich erschienen, inzwischen ökonomisch gelöst wurden. Auch in den Normungsgremien zeigt sich der Trend zum Kupfer klar und deutlich: Zurzeit beschäftigt man sich dort bereits mit Szenarien zur Anbindung von Endgeräten auf der Basis von Kupferverbindungen bei einer Übertragungsgeschwindigkeit von 10 GBit/s. Diese Entwicklung hat auch für alle Erwägungen hinsichtlich der Installations-Switches Konsequenzen. Denn mit der rasant fortschreitenden Entwicklung im Kupferbereich geht eine nicht minder dynamische Preisentwicklung einher, die in vielen Fällen eine völlige Neuberwertung der alternativen Verkabelungsansätze erforderlich macht. Dieser Umstand wird noch durch die Tatsache verschärft, dass einzelne Hersteller aufgrund der Preissituation dazu übergehen, ihre Interface-Karten nur noch mit Kupferkonnektoren auszuliefern. Es gilt also, die Vor- und Nachteile gegeneinander abzuwägen und auch mittelfristige Entwicklungen in die Entscheidungen einzubeziehen. Im Fall der Realisierung mit Installations-Switches sind die Anforderungen an diese Komponenten in jedem Fall genau zu definieren.

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