Hoher Kostendruck und die immer schärfere Wettbewerbssituation in der globalisierten Wirtschaft rufen sowohl in den Unternehmen als auch beim gebeutelten öffentlichen Sektor nach flexiblen und kostenreduzierenden Konzepten. Genau das lässt sich durch Server-Based Computing und den Einsatz von Thin Clients realisieren.
Das Prinzip der Thin-Client-Architekturen ist keineswegs neu, und ihre schnelle und weite Verbreitung wurde von den Analysten schon vor etwa zehn Jahren für die nahe Zukunft angekündigt – wie sich herausstellte allzu vorschnell. Der entscheidende Faktor, der das Wachstum des Thin-Client-Markts in der Vergangenheit begrenzt hat, ist wohl in einem weit verbreiteten Informationsdefizit bezüglich der Vorteile dieser Technologie zu suchen. Daneben gibt es aber bis heute auch noch auf anderen Ebenen angesiedelte Bremsfaktoren: Die Mitarbeiter der meisten Unternehmen und Organisationen sind es gewohnt, ihren Arbeitsplatz als ihr eigenes persönliches Reich zu organisieren – mit der privaten Ecke auf der Festplatte des auf dem Schreibtisch thronenden wuchtigen PCs und den als Eigentum betrachteten Anwendungen einschließlich Internetzugang. Mit ihrer Zentralisierung der gesamten IT-Funktionalität in einem Serverzentrum scheinen die Thin Clients eine Bedrohung der liebgewordenen Privatsphäre darzustellen.