NAS-Server (NAS: Network Attached Storage) sind heute auf breiter Front einsetzbar. Ihr Einsatzgebiet reicht von einfachen Fileserver-Anwendungen in Workgroup-, Abteilungs- und Remote-Umgebungen bis hin zur hoch verfügbaren und schnellen Instanz für den Zugriff von Enterprise-Applikationen wie Datenbanken und Information Lifecycle Management. Neuerdings bieten einige NAS-Systeme auch ein iSCSI-Interface, was den Aufbau von SANs auf IP-Basis erlaubt.
Bei der klassischen Server-Appliance – wie sie 1993 erstmals Network Appliance für Unix/NFS auf den Markt brachte – bildet die NAS-Intelligenz eine vom Hersteller maßgeschneiderte Einheit aus dediziertem Betriebssystem, Filesystem und RAID sowie darauf abgestimmtem Festplattensubsystem. Die Philosophie dahinter heißt absolute Einfachheit – vom Systemdesign über die Bedienbarkeit bis hin zur Erweiterbarkeit um neue Technologien. Alternativ zu Storage-Appliances werden seit ein paar Jahren auch NAS-Server angeboten, die ein Festplatten-RAID-System mit universeller OEM-NAS-Server-Software kombinieren.
Die Preise für diese Geräte variieren stark. So sind NAS-Server auf Windows-Basis bereits für etwa 2000 Euro erhältlich, während die Preise für eine klassische NAS-Appliance unter Umständen erst bei 15.000 Euro beginnen. Der Unterschied liegt im Detail. Art der Festplatten, Verfügbarkeit, Performance, Protokollunterstützung, Administrierbarkeit und Connectivity sowie nicht zu vergessen Service- und Support-Leistungen des Herstellers fallen hier ins Gewicht.