Vor dem Hintergrund der spektakulären Virenausbrüche dieses Jahres stellt sich die Frage, wie sich Unternehmen zukünftig wirksam schützen können. Führende Anbieter von Antivirensoftware gehen dabei sogar von einer weiteren Verschärfung der Situation aus. Nach Angaben des Herstellers Trend Micro wurden im Juli diesen Jahres 1400 und im August 3300 neue Malicious Codes (Softwareschädlinge) entdeckt. Im Vergleich dazu waren es noch im Januar „nur“ rund 550 neue Bedrohungen.
Viele Unternehmen haben bereits in ihre Sicherheitsinfrastruktur investiert und eine Antivirenlösung aufgesetzt. Laut einer Studie von Computer Economics verursachen Viren aber immer noch erhebliche Schäden: Allein für das Jahr 2003 werden die Folgekosten von Angriffen auf rund 12,5 Milliarden Dollar geschätzt. Irgendetwas muss also faul sein, an den installierten Paketen.
In erster Linie verantwortlich hierfür sind unzureichende Sicherheitsstrategien und Produkte, die nicht an die Anforderungen des jeweiligen Unternehmens angepasst sind. Es nimmt nicht nur die Zahl von Viren drastisch zu, sondern auch deren „Qualität“. Moderne Malicious Codes kombinieren verschiedenste Angriffstechniken und Verbreitungswege, daher muss sich die Antivirenarchitektur auf alle kritischen Netzwerkkomponenten erstrecken, darunter Desktops, Gateways, Mail- und Fileserver. Darüber hinaus ist auch die Integration mobiler Geräte zu bedenken, selbst wenn diese derzeit noch nicht in der IT-Umgebung zum Einsatz kommen.