Unternehmen sehen in einem WLAN inzwischen weit mehr, als nur eine Sammlung geschickt verteilter Funk-Access-Points (APs). Drahtlose Netze sind zu einem vollwertigen Pendant der verkabelten Infrastruktur geworden, und ihre Architektur hat sich mit der Einführung von WLAN-Switches den Erfordernissen im professionellen Umfeld angepasst. Nachdem jedoch WLAN-Switch und zugehöriger AP immer ein proprietäres Paar bilden, ist bei der Auswahl dieser zentralen Wi-Fi-Komponenten besonders viel Weitsicht gefragt.
Seit Anfang letzten Jahres hält das Thema Switching in drahtlosen Netzen Einzug. Nachdem es am Anfang außer Symbol Technologies als langjährige WLAN-Schmiede vor allem Newcomer wie Aruba, Airespace und Trapeze Networks waren, die das neue Marktsegment dominierten, sind inzwischen auch fast alle Hersteller von LAN-Switches, darunter Alcatel, Enterasys, Extreme Networks, Hewlett-Packard und Nortel auf den Zug aufgesprungen. Cisco als WLAN-Marktführer hat noch nicht wirklich einen WLAN-Switch, bietet aber als Migrationslösung in diese Richtung IOS-fähige APs und die Cisco Works Wireless LAN Solution Engine („WLSE“) – eine Management-Appliance für Cisco-APs. Die mittlerweile gereiften Realisierungskonzepte der WLAN-Switch-Anbieter unterscheiden sich beträchtlich, teilen aber ein schwerwiegendes Manko: Die Switches bilden mit speziellen APs eine proprietäre Einheit. Fremde APs lassen sich zwar inzwischen bei den meisten Herstellern mit einbinden, allerdings nur, wenn es sich um Standard-Wi-Fi-APs handelt, die nicht für die Zusammenarbeit mit einem bestimmten Switch entwickelt wurden. Dementsprechend ist in diesem Fall auch nur deren Funktionsumfang verfügbar, und spezifische Fähigkeiten wie beispielsweise das Air-Monitoring bleiben außen vor. Die Beurteilung einer WLAN-Switch-Lösung umfasst also immer beides – Switch und zugehörige APs.