Deutschland verfügt über eine der besten DLS-Infrastrukturen der Welt. Welch ein Glück, denn Deutschland zählt auch zu den Industrieländern mit den am schwächsten ausgeprägten Alternativzugängen für Breitbandnetze. Folge dieser Fakten ist eine sehr hohe DSL-Penetration. Das ruft Router auf den Plan, über die sich mehrere Benutzer einen DSL-Anschluss teilen. Die Auswahl ist riesig, die Kaufentscheidung entsprechend schwierig.
Von insgesamt 7,93 Millionen Breitbandanwendern (gezählt wurden hier Personen, nicht Anschlüsse) nutzen laut einer Forsa-/Atfacts-Umfrage vom Herbst letzten Jahres knapp 82 Prozent einen DSL-Anschluss, gut 14 Prozent einen Kabelzugang und nur 0,7 Prozent eine Satellitenantenne. Alle übrigen Zugangstechnologien zusammen kommen auf immerhin rund drei Prozent. Dies zeigt, welche Dominanz die DSL-Technologie als solche in Deutschland hat. Inzwischen ist die Zahl der Breitbandanwender schon wieder drastisch gestiegen – Schätzungen gehen aktuell von mehr als zehn Millionen aus. Innerhalb des DSL-Segments hat in Deutschland die Telekom das Sagen. Sie hat kürzlich ihren fünf Millionsten DSL-Anschluss verkauft. Alle anderen Anbieter zusammen kommen inzwischen auf geschätzte 600.000 DSL-Zugänge. Die DSL-Technologie hat ihre Domäne in Privathaushalten sowie Home-Offices und kleinen Büros (SOHO). Letztere sind auch die primäre Zielgruppe für DSL-Router. Sie interessieren sich dafür, ihren DSL-Internetzugang (in der Regel eine Flatrate) möglichst einfach und zuverlässig allen Mitarbeitern mit Onlinebedarf zur Verfügung zu stellen. Seit kurzem macht das sogar noch mehr Spaß als früher: Die Telekom hat die Download-Geschwindigkeit für ihren DSL-Basisanschluss von 768 auf nunmehr 1028 kBit/s erhöht. Inzwischen nimmt DSL auch in Unternehmen deutlich zu.