4845 der rund 20 000 GI-Mitglieder nutzten die Software-plattform der Kasseler Micromata, um ihre Stimme abzugeben. Begleitet wurde der Praxistest von einem Gremium aus vier Experten auf dem Gebiet der Informationssicherheit und elektronischer Wahlsysteme. Um eine für einen Pilotversuch ausreichende Sicherheit zu gewährleisten, waren zwei getrennte Server im Einsatz: Auf dem ersten konnten sich die Wahlberechtigten mit GI-Mitgliedsnummer und per Post verschicktem Transaktionscode authentifizieren. Mit einem daraufhin generierten Schlüssel wurden die Teilnehmer auf dem zweiten Rechner anonym zur Stimmabgabe zugelassen.
Das Verfahren soll vom Hersteller und dem Expertengremium weiterentwickelt werden, voraussichtlich bei den Vorstands- und Präsidiumswahlen im kommenden Jahr zum Einsatz kommen und später gegen Gebühr auch den Fach- und Regionalgruppen der GI zur Verfügung stehen. Auch wenn das Verfahren langfristig Kostenvorteile bringen soll, stand dieser Aspekt aktuell nicht im Vordergrund, so Cornelia Winter, Referentin der GI-Ge- schäftsführung: „Das Hauptanliegen war eine Erhöhung der Wahlbeteiligung und das ist uns gelungen.“