Den größten Wirbel erwartet IDCs Chef-Marktforscher Frank Gens im Bereich der Infrastruktur- und Systemlieferanten: „Komplettanbieter wie IBM und HP auf der einen und Softwarehersteller wie CA, BMC und Microsoft auf der anderen Seite werden gleichermaßen versuchen, noch mehr Schichten in der Infrastruktur zu belegen.“ Die Folge: Aufkäufe und Übernahmen kleinerer Anbieter mit spezieller Software. Herstellern, die diesem Trend zur Schaffung von IT-Ökosystemen nicht folgen, drohe ein Verkümmern in der Nische.
Eine ähnliche Entwicklung erwartet IDC auch auf dem Oberdeck der IT-Systeme, wo Anbieter wie SAP mit Netweaver oder Oracle mit seiner Information Architecture versuchen, den Drang der Anwender zur Modularisierung und dynamischen Integration von Standardsoftware, Business Intelligence und Informationsmanagement auszunutzen. IDC prägt für diese Lösungen den Begriff Enterprise Solution Platforms (ESP). „2005 wird sich zeigen müssen, ob Netweaver rein technisch orientierten Integra-tionslösungen tatsächlich überlegen ist“, gibt sich aber zum Beispiel Thorsten Wichmann von Berlecon Research zurückhaltend. Auch IDC ist vorsichtig: „Die größte Frage bleibt, wie viele dieser ESPs der Markt auf lange Sicht verkraften kann?“