Unternehmen jammern über Spam. Zu Recht, denn 2004 war erstmals mehr als die Hälfte der elektronischen Post Müllbriefe. Zu Unrecht, denn noch tragen zu viele Firmen selbst zur Flut unerwünschter Mail bei. Sie sichern ihre IT-Infrastruktur ungenügend und machen dadurch ihre Rechner zu Spam-Zombies. Sie klären ihre Mitarbeiter nicht darüber auf, wer Werbung erhalten darf und wer nicht. Und sie ergreifen, beispielsweise bei der Konfiguration ihrer Mail-Server, keine Sicherheitsmaßnahmen. Das wäre Hausaufgabe der IT-Ab- teilungen in den Unternehmen. Und vielleicht können sie ja auch ihre Mitarbeiter als Verbraucher aufklären: 20 Prozent haben nämlich schon bei Spammern ge- kauft und machen damit deren Geschäftsmodell valide. Da bleibt die Frage: Wer beklagt sich denn zu Recht, wenn die Mailbox überquillt?