Vor allem mit einem günstigen Preis-Leistungs-Verhältnis sollen die AIT-4-Laufwerke von Sony punkten. Im LANline-Test musste ein Gerät des Typs SDX-900V zeigen, ob es an die Bestmarken der Konkurrenten aus dem LTO-Lager herankommt.
Bild 1. Das AIT-4-Laufwerk von Sony liest und beschreibt bevorzugt SDX4-200C-Medien, die aktuelle zu AIT-4 gehörende Bandvariante
Seit Ende 2004 führt Sony seine AIT-Technik nunmehr in der vierten Generation ins Feld. Sie zielt gegen Linear Tape Open in der zweiten und dritten Generation (LTO2/3) von IBM, HP, Tandberg (OEM-Fabrikant von IBMs LTO-Linie) und Quantum, seitdem der Protagonist der Super-DLT-Linie (Super Digital Linear Tape) Certance übernommen hat.
Gemeinsames Merkmal ist bei den AIT-Drives die stets gleiche Abmessung der Kassetten (im Achtmillimeter-Formfaktor). Die nativen Kapazitäten reichen von 25 GByte (AIT-1) bis 200 GByte (AIT-4). Die Abmessungen der AIT-Drives (3,5-Zoll-Formfaktor) wirken dabei vorteilhaft: Da sie nur eine Höheneinheit beanspruchen, eignen sie sich auch für schmale Einstiegsserver. Ob Sony mit AIT-4 und Leistungswerten von 1440 MByte/min (so die unkomprimierte Herstellerangabe) und 200 GByte pro Band dem Top-Konkurrenten Quantum mit LTO3 (400 GByte pro Ultrium-3-Band mit einer realen Leistung von 4181 MByte/min) Marktanteile streitig machen kann, ist die große Frage. Sony positioniert daher auch seine vierte AIT-Generation gegen die zweite LTO-Version, LTO-2. Diese, wie auch die SDLT-Systeme, spielen mit dem AIT-4 in einer Liga. Zum Vergleich: Für ein 440-LTO-2 von Tandberg gibt der Hersteller eine maximale unkomprimierte Transferrate von 2400 MByte/min an.