Geht es nach einem aktuellen Report von Communications Industry Researchers (CIR), steht der Absatz von 10-Gigabit-Ethernet-Ports vor einem großen Sprung: Bereits in diesem Jahr soll der Markt ein Volumen von 570 Millionen Dollar erreichen. Bis 2009 prognostizieren die Marktforscher ein Wachstum auf 3,3 Milliarden Dollar.
Der 10-GbE-Pionier Force10 will nun auch im Highend des deutschen Switch-Markts mitmischen. In Kürze steht durch stapelbare 48-Port-Switches eine Abrundung des Produktportfolios nach unten an. Quelle: Force10
Foundrys neue Super-X-Familie deckt das gesamte Switching-Spektrum ab: vom Edge (Fastiron Super X) über Aggregation/Core (Turboiron Super X) bis hin zum Enterprise- und Metronetz-Backbone (Bigiron Super X) Quelle: Foundry
D-Links Layer-3-Gigabit-Switches DXS-3326GSR und DXS-3350SR lassen sich über proprietäre, fest eingebaute 10-GbE-Stack-Ports stapeln Quelle: D-Link
Zumindest in Richtung des Netzwerkrandes (Edge) – zwischen Etagenverteilern und Backbone-Switches – ist ein echter Bedarf für 10-GBit/s-Bandbreiten selbst mittelfristig kaum in Sicht. Auch die Integration von Sprache in die Unternehmens-IT, bei vielen Unternehmen fest im Plan, erfordert an dieser Stelle keine derartigen Ressourcen. Erst eine breite Nutzung von Video over IP wird 10 Gigabit Ethernet (10 GbE) richtig ausreizen können.
Unterdessen sind die Marketingmaschinerien von Cisco, Extreme, Force10, Foundry und weiteren Herstellern voll angelaufen. In den meisten Fällen findet sich 10 GbE nicht nur in den Core- und Aggregations-Switches, sondern auch in den Edge-Verteilern. Wenigstens die optionale Bestückung mit 10-GbE-Ports gehört am Netzwerkrand inzwischen zum Standard. Für die Verbindung zu den Arbeitsplätzen gibt es in der Regel eine Auswahl von Einschüben unterschiedlicher Bestückung mit Gigabit-Ethernet-Ports, oft wahlweise mit Power over Ethernet (siehe Marktübersicht auf Seite 93).