Die Verwaltung und Betreuung der diversen Drucker im Netzwerk gehört sicher für viele Systemverwalter zu den eher lästigen Pflichten. Jedoch lässt sich die Steuerung von Druckern unter Microsoft Windows mit Hilfe von „Visual Basic Script“ und der Windows Management Instrumentation (WMI) deutlich eleganter gestalten, wie dieser Artikel zeigt.
Bild 1. Eine kaum bekannte Sicherheitslücke: Fehlgeschlagene WMIC-Befehle werden standardmäßig in einem Logfile namens „WMIC.LOG“ abgespeichert. Diese Möglichkeit kann der Administrator hier unterbinden.
Bild 2. Der Einsatz eines kurzen Visual-Basic-Skripts macht es möglich: Windows-Printserver werden regelmäßig auf die Funktionalität der Drucker hin überprüft.
Die Windows-Verwaltungsinstrumentation (Windows Management Instrumentation = WMI) wurde Ende der Neunzigerjahre von Microsoft als Variante des Web Based Enterprise Managements (WBEM) für Windows NT 4.0 vorgestellt. Das WBEM wurde als System- und Netzwerkmanagement von Firmen wie Intel, Cisco und Microsoft entwickelt und zur Standardisierung an die Distributed Management Task Force (DMTF) übergeben. Im Kern von WBEM befindet sich das „Common Information Model“ (CIM), eine Abstraktionsebene auf Basis von bestehenden OSI-Management Strukturen wie X.700 oder dem „Simple Network Management Protocol“ (SNMP). Zwar war der Zugriff auf die zu verwaltenden Komponenten wie Computer, Netzwerkfreigaben oder Drucker schon vor WMI möglich, doch erforderten die Win32-API-Aufrufe zumeist gute Kenntnisse der jeweiligen Besonderheiten der Geräte. WMI garantiert einen einfachen Zugriff auf die Management-Informationen und -Methoden auch von einfachen Skript-Sprachen wie Perl oder VB-Script aus. So besteht eines der Hauptanliegen von WBEM darin, das Daten- und Zugriffsmodell für verschiedenste Ressourcen eines Systems zu vereinheitlichen.