Leserbrief zum Artikel: „Dschungel der Lizenzen“,
in der Ausgabe 10/2005, Seite 11 bis 13.
Etwas befremdet habe ich Ihren Artikel über die Lizensierungsverpflichtungen in der Ausgabe 10/2005 gelesen. Ich möchte dazu deshalb ein kurzes Beispiel aus der Praxis geben: In meiner letzten Firma sind derzeit cirka 1500 Rechner im Einsatz; als Betriebssystem ist von Unix über Novell, Linux bis Windows alles im Einsatz. Zur Lizenz-Kontrolle wurde die Firma Novell eine Woche lange in die Frima „eingeladen“. Aufgabe sollte es sein, zu überprüfen, ob das derzeitige Lizenzvolumen den real benötigten Lizenzen auch entspricht. Nach einer Woche ist die Firma Novell abgezogen. Die waren nicht in der Lage wirklich festzustellen, wie viele Lizenzen wirklich benötigt werden. Ursache waren diverse Zugriffe über Unix-Rechner, die umgeleitet über Windows 2000 Server und unter Novell „Betriebssystemen“ auf diverse Client-Rechner gingen. Hier war Novell – wie schon gesagt – selber nicht mehr in der Lage eindeutig zu bestimmen was benötigt wird und wie genau die Lizenzbestimmungen für derartige Netzzugriffe aussehen. Wir haben uns dann mit den Worten „Es wird schon stimmen“ verabschiedet. Leider neigen immer mehr Firmen zu einer derart konfusen Lizenz-Politik. Da wundert es kaum, dass eine größere Firma nie richtig lizenziert ist... (Thomas Mazsits, Mayersche Buchhandlung; Aachen)