Die Produktivität wird deshalb betont, weil hier der Unterschied zwischen UML und domänenspezifischen Sprachen am augenfälligsten wird. Man kann einfach ausrechnen, wie viele Features sich in einem bestimmten Zeitraum umsetzen lassen. Andere Merkmale wie eine gute Architektur oder die Dokumentation lassen sich nicht so leicht quantifizieren.
Aber würden Sie trotzdem zustimmen, dass 80 Prozent der Softwarekosten in der Wartung liegen?
Das ist völlig richtig. Aber mit DSLs lässt sich auch gute Qualität sicherstellen. So lassen sich der Sprache etwa Regeln vorschalten. Die Entwickler können dann keine illegalen Designs entwerfen, die zu schlechter Leistung führen. Bei der UML kann ich dagegen im Prinzip zeichnen, was ich will.
Aber andererseits verfügt die UML über Werkzeuge wie Use-Case-Diagramme, mit denen sich die Anforderungen an Software darstellen lassen. Wo liegt denn der Schwachpunkt der UML?