Viele Leute zeichnen keine Use-Case-Diagramme, sie schreiben Spezifikationen in Textform. Aber wenn Use-Case- oder Aktivitätsdiagramme Sinn machen, sollte man sie natürlich nutzen. Ich schlage nur vor, eine Sprache zu nutzen, die zum Problem passt – und nicht zu versuchen, ein Tool auf alle möglichen Fälle anzuwenden. Wie das Sprichwort sagt: Wer einen Hammer hat, für den sehen alle Probleme wie Nägel aus.
Sind grafische Ansätze zur Geschäftsprozessmodellierung als DSLs zu sehen?
Ja. Das sind domänenspezifische Sprachen, die sich auf Bereiche wie Buchhaltung oder Lieferkettenplanung konzentrieren. Und sie sind sehr sinnvoll, weil sie für die Analyse von Prozessen, aber auch für die Code-Generierung herangezogen werden können.
UML ist ein weltweiter Standard und für viele Informatiker ein Teil der Ausbildung. Wird dieses Wissen wertlos, wenn DSLs an Bedeutung gewinnen?