Trotz politischer Unwägbarkeiten prognostizieren Marktforscher eine hohe Wachstumsrate im deutschen Markt für biometrische Lösungen: Das Volumen soll sich von derzeit 21 Millionen Euro in den nächsten beiden Jahren verzehnfachen. „Das Potenzial ist enorm“, so Michael Baentsch von der Blue-Z Business Computing Group am IBM Zurich Research Laboratory. „Bis zu 500 Millionen neue Pässe mit biometrischen Merkmalen werden in der nächsten Dekade weltweit ausgestellt.“ Ab er es bestehe „international keine einheitliche Vorgehensweise, wie die einzelnen biometrischen Merkmale verwaltet, genutzt und geschützt werden“.
Die zentrale Herausforderung besteht vor allem darin, die vielen optionalen Komponenten in den Vorgaben der International Civil Aviation Organization (ICAO) in effiziente Lösungen umzuwandeln. Der minimalistische Konsens zwischen den USA und der EU besteht derzeit lediglich darin, sich bisher auf die Gesichtserkennung als zentrales Merkmal geeinigt zu haben. Baentsch: „Was passiert aber mit einem Land, das für andere Merkmale wie Körpergeruch oder Iris plädiert?“