Prämierte Visualisierungssoftware spart sich die Grafikhardware
Mit 10 000 Euro ist jeder der drei Fraunhofer-Preise 2005 dotiert – aber wer innerhalb einer der größten Forschungsinstitutionen Europas ausgezeichnet wird, erntet auch Ruhm. Carsten Lojewski (Bild) vom Competence Center für High Performance Computing des Instituts für Techno- und Wirtschaftsmathematik (ITWM) gehört mit der Software PV-4D zu den Auserwählten. Das Kürzel steht für parallele Visualisierung in vier Dimensionen: Die Innovation macht mächtige Simula-tionsdaten anschaulich – und das ohne unsäglich teure Grafikhardware, nur durch optimierte Algorithmen. „Das Verarbeiten von volumenorientierten Daten ist dann von Interesse, wenn man nicht nur die Oberfläche eines Objekts betrachten will, sondern auch das, was darunter liegt“, erläutert Lojewski das Arbeitsfeld der Grid-fähigen Animationssoftware. Als Einsatzbeispiele nennt er Metallgießen und die Analyse seismischer Daten für die Ölbarone – entsprechend gehören zu den Pilotkunden auch Daimler-Chrysler und Shell.