Voice Day: Simple Anwendungen fördern Verbreitung von Voice-Applikationen – Preis für Kinosystem
Sprache findet mehr Gehör
Bonn (pg) – Voice-Anwendungen sind in den vergangenen zwölf Monaten deutlich benutzerfreundlicher geworden. Nach wie vor werden sie aber vor allem im Bereich von Portalen und Kundenkontaktzentren eingesetzt.
Experten erwarten aber für die nächsten Jahre vermehrt die Nutzung in der Produktion, so die Aussagen im Rahmen des Voice Day. „Die Hersteller machen sich mehr Gedanken darüber, in welchen Situationen Sprache sinnvoll ist und bieten einen Service da, wo Voice echten Mehrwert bietet“, fasst Matthias Peissner, Spracherkennungsexperte beim Fraunhofer IAO, die Lernfortschritte zusammen. So gebe es vermehrt simple Anwendungen wie die Abfrage von Passworten per Stimmerkennung. Professor Wolfgang Wahlster vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz sieht steigende Akzeptanz bei Mittelständlern: „Es werden vermehrt Systeme auf Mietbasis ge- nutzt.“ Erste Beispiele für den industriellen Einsatz stammen aus der Logistik. Dort setzt etwa Vocollect Voice-Picking ein. Damit, so eine Studie der Hersteller, lässt sich die Aufnahme von Produkten im Lager um 15 Prozent schneller erledigen. Listen werden statt mit Bleistift und Papier mit Mikrofon und Headset abgehakt. „Ein Problem ist hier aber nach wie die Akzeptanz der Endanwender“, so Fraunhofer-Experte Peissner.