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Ausgabe: 43/2005
Seite: 8
Zeitschrift: COMPUTER ZEITUNG »


IBM Zürich Lab: Verschlüsselungsinfrastruktur ohne zentrale Datenbanken

Die E-Pass-Standards sind global umstritten

Zürich – Die Umsetzung der Spezifikationen für den biometrisch abgesicherten Reisepass werden weltweit debattiert. IBMs Konzept: ein kontaktloser Chip mit Verschlüsselungstechnik und Datenspeicherung direkt auf dem Stück Halbleiter.




„Es besteht international keine einheitliche Vorgehensweise, wie die einzelnen biometrischen Merkmale verwaltet, genutzt und geschützt werden“, beklagt Michael Baentsch von der Blue-Z Business Computing Group am IBM Zurich Research Laboratory. Vorgaben kommen von der International Civil Aviation Organization (ICAO), doch die USA und die EU haben sich bisher lediglich auf ein Merkmal einigen können: die Gesichtserkennung. Und damit ist der Rest der Welt noch nicht berücksichtigt.

Deutschland folgt bei seinem E-Pass-Projekt den technischen Empfehlungen der EU und der unabhängigen und bei den Vereinten Nationen angesiedelten ICAO. Die Chipintegration erfolgt ab November, die Aufnahme der Fingerabdrücke des rechten und linken Zeigefingers in einer zweiten Stufe ab März 2007. Das Golden Reader Tool – vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik in Auftrag gegeben – liest die Infos vom Chip.

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