Serviceorientierte Architekturen sind ein komplexes Thema. Aber manchmal helfen gerade kleine Dinge, um sich über das Ziel und die notwendigen Mittel klarer zu werden. Bei der Telecom Italia, die derzeit ihre Systemlandschaft neu entwirft, vermied man in den Projekt-Diskussionen den Hype-Begriff Enterprise Service Bus und benutzte stattdessen die Formulierung Dienste-Vermittler. Die Italiener taten sich so leichter, den Begriff mit ihren eigenen Anforderungen zu belegen. Die Angebote der einschlägigen Hersteller wurden dann daraufhin abgeklopft, inwieweit sie diesem Raster entsprachen. Es kann also sinnvoll sein, sich vom Technologie-Neusprech der Softwaregiganten zu lösen und zu fragen: Wie muss das Tool beschaffen sein, das meine Probleme am ehesten löst? Erst dann sollten die Hersteller ins Spiel kommen. Und sie müssen dann Farbe bekennen, ob ihre Lösung wirklich zum Problem passt.