Redmond (ab) – Microsofts jüngste Vorschau auf das nächste Windows Vista deutet an, dass die Redmonder ihre Antispyware-Funktion künftig direkt ins Betriebssystem einbauen wollen. Ein solcher integrierter Schutz dürfte zwar den wenig sicherheitssensiblen Endanwendern entgegenkommen, allerdings die Wettbewerbswächter auf den Plan rufen, die bereits die Windows-Integration von Internet Explorer und Media Player kritisch beäugt haben. Symantec hat die EU bereits mit Infos zum Security-Markt versorgt.
Jedoch glaubt Gartner-Analyst Neil MacDonald nicht, dass die Redmonder ihr volles Anti-Malware-Angebot für Firmen in Windows einbauen werden. Dennoch geht er davon aus, dass Microsofts Eintritt in den PC-Schutz die Security-Szene kräftig durcheinander wirbeln wird, zumal der Softwareriese mit Kampfangeboten von 15 Dollar pro PC und Jahr in den Markt drängen will. Da dies die Branchenpreise um mindestens 10 Prozent drücken werde, sollten Unternehmen mit ihren Security-Lieferanten keine langfristigen Verträge mehr abschließen und bestehende nachverhandeln – auch wenn sie nicht ernsthaft den Umstieg zum im Vergleich zu Symantec blutjungen PC-Schützer Microsoft planen. In jedem Fall sollten Firmen ab Ende 2006 für Antispyware-Funktionen nicht mehr extra be- zahlen.