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Ausgabe: 43/2005
Seite: 8
Zeitschrift: COMPUTER ZEITUNG »


Der Staat soll den Durchbruch finanzieren




Leinfelden (ab) – Ab 2007 sollen im elektronischen Reisepass auch die Fingerabdrücke des Inhabers gespeichert werden. Derzeit enthält der RFID-Funkchip nur die Passdaten sowie ein digitalisiertes Bild. Die IT-Industrie freut sich auf Umsatz, schließlich bestehen laut Bitkom 95 Prozent von Biometrieprojekten aus üblicher Hardware, Software und Services. Soreon Research geht davon aus, dass gerade solche staatlichen Ausweisprojekte den deutschen Biometriemarkt von heute 21 Millionen Euro bis 2009 auf 370 Millionen explodieren lassen. Der Bund als Kunde steuere dann 45 Prozent der Umsätze bei. Transportwesen, Finanzsektor und Handel sollen rund 16 beziehungsweise 12,4 und 11,9 Prozent beitragen. Außer in Ausweisen werde die Biometrie dann vor allem zur Zutrittskontrolle eingesetzt, wobei Fingerscan (49 Prozent) und Gesichtserkennung (40) dominieren. Deutlich weniger optimistisch ist dagegen Gartner. Die Analysten erwarten, dass trotz des großen Wirbels um Passprojekte eine großflächige Biometrieanwendung noch fünf bis zehn Jahre entfernt sei. Die Gründe: hohe Kosten, schwankende Genauigkeit und Verlässlichkeit sowie fehlende Standards.

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