Sechs Jahre nach der Fusion der IT-Aktivitäten von Siemens und Fujitsu hat das Gemeinschaftsunternehmen Fujitsu Siemens Computers (FSC) seine Nische gefunden. Mit einem bereinigten Portfolio fokussiert sich FSC auf maßgeschneiderte Angebote. Dieses markiere einen Wandel im Unternehmen, erklärt Dieter Herzog, FSC Executive Vice President. Er geht weg vom Verkauf klassischer Backend-IT hin zum Infrastrukturlieferanten für eine auf Service-Leveln basierende Organisation. Dies betreffe Hardware, Speicher wie auch Software.
Als Prototyp des Dynamic Data Center (DDC) genannten Konzepts dient Flexframe for Mysap, das die Ressourcen der SAP-Software flexibel auslastet. Eine ähnliche Lösung offeriert FSC auch für Microsoft Exchange. Mit Centricstor existiert zudem ein dynamisiertes Backup-Werkzeug. Die Hardware-Bausteine des DDC-Computing unter dem Namen Primergy Advanced Blade Ecosystem basieren auf einem Blade-Server-System und erlauben sowohl eine Scale-up- wie auch eine Scale-out-Architektur. Realisiert werden diese Optionen via AMD-Prozessoren: Mit zwei doppelkernigen 64-Bit-Opteron-CPUs wird ein Vierwege-Blade realisiert. Weitere Formen der Skalierung – mehr CPUs beziehungsweise Koppelung von Vierfach-Systemen – sind im nächsten Schritt vorgesehen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf einer hohen Datentransferrate zwischen den einzelnen Prozessoren sowie auf einer Kontrolle des Strombedarfs. Mitgeliefert bei dem Primergy Advanced Blade Ecosystem werden Softwarekomponenten wie Systemmanagement, Provisioning-Werkzeuge und Funktionen für die Automatisierung. Herzog sieht den Einsatz dieser Produkte bei kleinen und mittleren Unternehmen, deren Datenbank- oder Exchange-Umgebungen für eine Erweiterung ausgelegt sein müssen. Ferdinand Daemisch/mr