Experten empfehlen weit verbreitete Standards für die langfristige Aufbewahrung von elektronischen Informationen
Offene Archivformate trotzen der Zeit
Das beste elektronische Archiv ist eine sinnlose Investition, wenn die überalterten Datenformate nicht mehr gelesen werden können. Jede Langzeitstrategie muss daher eine kontinuierliche Migration mit einbeziehen.
Atommüll ist bekanntlich auch noch für nachfolgende Generationen ein leidiges Thema. Die Informationen zu den verstrahlten Überresten sind so wichtig, dass sich die britische Atom-behörde (UKAEA) bei deren Erhaltung nicht auf digitale Daten verlassen wollte, die irgendwann in der Zukunft nicht mehr lesbar sein könnten. Die UKAEA archiviert die relevanten Dokumente stattdessen auf Spezialpapier.
Die Halbwertszeit von Firmeninformationen bewegt sich zwar nicht wie die von Atommüll im Bereich von Jahrhunderten. Doch selbst eine Spanne von zehn Jahren kann für die ein oder andere Datei schon zu lange sein, warnt Bernhar Zöller, Chefberater des gleichnamigen Consultinghauses. Denn neben der Speicherhardware (siehe unten) bereitet die Softwareseite Probleme.