Erweiterter Lebenszyklus der Software erlaubt ein Einfrieren läuffähiger Anwendungen
Verschiedene Grid-Plattformen decken Business-Bedarf ab
Grids erlauben die Flexibilisierung von hardwarenahen IT-Ressourcen. Für das Unter- nehmensumfeld existieren mit dem technisch-wissenschaftlichen und dem Enterprise-Ansatz zwei differierende Vorgehensweisen, die sich aber gegenseitig ergänzen können.
Der klassische Grid-Begriff stammt aus dem technisch-wissenschaftlichen Umfeld und beschreibt eine Kopplung mehrer Computer, bei denen der Standort und zum Teil auch die Rechnerklasse eine untergeordnete Rolle spielen. Im Wesentlichen soll mit ihnen eine kostengünstige Steigerung der Rechenleistung erfolgen, da brachliegende Kapazitäten genutzt werden können. Optimiert sind technisch-wissenschaftlichen Grids für die gleichzeitige Bearbeitung einer einzigen großen Applikation, die in kleinere Komponenten aufgeteilt ist. Beispiele sind Crash-Simulationen der Autobauer.
Bei Aufgabenstellungen mit großen Datenmengen, etwa im Finanzbereich, wird die Grid-Technologie auch genutzt, um die Anwendungen zu den Daten zu bringen – und nicht wie üblich umgekehrt. Tool-Anbieter sind hier beispielsweise Data Synapse oder Platform Computing. Aber die technisch-wissenschaftliche Vorgehensweise passt oft nicht in den Alltag einer Unternehmens-IT, betont Bernd Kosch, Vizepräsident der Enterprise Grid Alliance (EGA).