Ursprünglich sollte Steeb ein Competence Center für Business One werden. Warum haben Sie nun den kompletten Geschäftsbereich verkauft?
Ausgangspunkt war eine Vorgabe seitens der SAP, die Konflikte im Business-One-Vertriebskanal vermeiden will. Steeb hat mit Business One weniger als fünf Prozent seines Geschäfts gemacht. Diesen Bereich haben wir verkauft, und der Wechsel unserer 100 Business One-Kunden zu Kirbis läuft ohne Probleme. Wir konzentrieren uns stärker uns auf die angestammte Kernzielgruppe.
Und die passt nicht zu Business One??
Nein. Der größte Teil unserer Kunden kommt bislang aus dem gehobenen Mittelstand, also Unternehmen mit einem Jahresumsatz zwischen 70 und 130 Millionen Euro. Künftig wollen wir diese Zielgruppe nach unten erweitern und auch Unternehmen mit einem Jahresumsatz ab 20 Millionen Euro ansprechen. Das Produkt Business One würde sich für diese Anwender allerdings weniger eignen, denn es zielt auf Unternehmen zwischen ein und zehn Millionen Jahresumsatz, die sich mit Vertrieb und Service beschäftigen, und die keine aufwändigen Geschäftsprozesse in der Fertigung abzubilden haben.
Wie sprechen Sie den unteren Mittelstand an?